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Eine Böe und ein Kratzer im Ego

· von Jenny

Jennys Foto – Eine Böe und ein Kratzer im Ego

Ein paar Wochen später war ich wieder auf der Insel, ich noch mit meinem ersten Schirm. Wir waren an einem Spot zum Handlen, und eigentlich klappte alles ganz gut.

Dann kam eine Böe. Und das mit dem Loslassen saß in mir noch nicht. Da war eher Kontrolle und Festhalten. Die Böe hat meinen Schirm gepackt, und weil ich ihn angebremst hatte und eingedreht war, flog er ein Stück rückwärts. Ich bin gestolpert, lag auf dem Bauch und habe erst in dem Moment alles losgelassen. Ergebnis: ein zerkratzter Arm, ein zerkratztes Knie und ein riesiger Kratzer im Ego.

Den habe ich gebraucht. Ich habe es schon ganz gut gemacht, aber ich habe noch nicht auf mich vertraut. Und nicht aufs Loslassen.

Auch solche Rückschritte sind total okay. Entwicklung ist keine Linie, die immer nach oben geht. Es geht auf und ab, mal gibt es ein Plateau, auf dem sich nichts tut, und dann vielleicht wieder einen Riesensprung. Ich glaube, daran müssen wir uns gewöhnen: Erfolge sind nicht linear. Aber aus solchen Situationen lernen wir.

Danach hatte ich beim Handlen erstmal ein bisschen Schiss. Und dann habe ich immer mehr verstanden, was Kai immer sagt: Lass los. Festhalten ist keine Lösung. Lass den Schirm arbeiten, nutze den Wind und Deinen Körper. Das habe ich auf einer ganz anderen Ebene im Körper verstanden. Und es mir über die nächsten Male erarbeitet, bis ich mir selbst vertraut habe und es umsetzen konnte.

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